Diakon Helmut Haybach beschäftigt sich derzeit mit Kirchräumen und sammelt Eindrücke aus Kirchen, Kapellen, sogenannten „Werktagskirchen“, Andachts- und Meditationsräumen. Ihn bewegt die Frage: wie ist es möglich, dass Menschen Gottes Gegenwart im Angesicht des oder der jeweils anderen erkennen können? Seine Gedanken und seine Erfahrungen als Kommunionhelfer beim Austeilen der heiligen Kommunion hat er hier zusammengefasst:
„Das Alte Testament beschreibt uns einen Gott, der immer wieder Menschen braucht, die seinem Ruf folgen und seinen Willen hier auf Erden umsetzen. Dabei geht es nicht nur um Propheten, sondern wie es im Kernsatz des Psalm 27 heißt: „Mein Herz denkt an dein Wort, sucht mein Angesicht, dein Angesicht will ich suchen“, um alle Menschen. Und mit Jesus Christus ist Gott den Menschen noch viel persönlicher nahegekommen. Er führte alle Gebote und Rituale auf das Doppelgebot der Gottes- und Nächstenliebe zurück.
Als Kommunionhelfer schaue ich immer auch in das Gesicht des oder der Empfangenden. Dabei spüre ich, dass mit der Kommunion auch das Angesicht Gottes, des auferstanden Christus sichtbar wird. Jesus hat mit den beiden Jüngern beim Gang nach Emmaus eine Liturgie gezeigt, wie wir Jesus begegnen und erkennen können. Im gemeinsamen Gespräch der Jünger mit Jesus über das konkrete Leben und die Hoffnung des Evangeliums entdecken sie Jesus in ihrer Mitte und erleben seine Gegenwart im gemeinsamen Teilen des Brotes.
Bei einem großen Gottesdienst ist ein solcher persönlicher Austausch nicht möglich. Dafür bräuchte es einen geeigneten Raum, wo die Gläubigen um den Altar aber im Angesicht zueinander in einer kleinen Gruppe sich austauschen und beten könnten. Damit wir miteinander Gottes Gegenwart im Angesicht des oder der jeweils anderen erkennen können.“ Helmut Haybach
Im April 2026 hat Helmut Haybach für die “Gotteswerker” - Diözesanstelle Berufungspastoral im Erzbistum Paderborn - ein Interview gegeben anlässlich des monatlichen Gebetstags um geistliche Berufungen mit der Intention „Für alle Diakone“. Das Interview ist nachzulesen: hier.






















