„Let there be light“

… oder: was macht eigentlich „inCapella“? Das Gesangsensemble unter der Leitung von Susanne Kampel entdeckt neue musikalische Formen des Miteinanders und hat ein beeindruckendes Video zur Schöpfungsgeschichte (die in der Osternacht gelesen wird) inszeniert. Das Video erscheint am Karsamstag auf unserem YouTube-Kanal.
Videolink: https://youtu.be/I-unC-wgt4Y

Dazu gibt es folgende Zeilen:

Am 21.03.2021 war die Aufführung des Pop- Oratoriums „Die Spur von morgen“ durch inCapella vorgesehen. Am 12.03.20 haben wir es abgesagt, am 13.03.2020 ging Deutschland in den ersten Lockdown. Das war bitter, hatten wir uns über ein Jahr darauf vorbereitet, gute Musiker engagiert, Kulissen fertig gebaut. Selten waren wir eine Woche vor der Aufführung schon so weit.

Zweimal haben wir den „Aufführungstermin“ verschoben, beim dritten Mal haben wir keinen neuen Termin ins Auge gefasst. Niemand hätte damit gerechnet, dass wir auch nach einem Jahr noch nicht wissen, wann wir ihn nun nachholen können.

Wie macht ein Chor in diesen Tagen weiter? Nach einer sehr langen Pause starteten wir im Sommer mit kleinen „Probegruppen“, entweder in den jeweiligen Stimmen oder in geteiltem Chor mit sehr viel Abstand und Lüften, keine wirklich optimalen Probebedingungen.

Schnell war klar, wir brauchen kleine Zwischenprojekte. Das erste war die Mitwirkung am „musikalischen Adventskalender“. Da Anfang November der nächste Lockdown anstand, haben wir zwei Tage davor noch schnell mit Gregor Schwarz die ersten beiden Lieder gefilmt. Die anderen beiden Lieder haben wir im November dann im „Studio Hl. Kreuz“ einzeln eingesungen und aufgenommen. Eine ganz neue Herausforderung.

Da sich an der Ausgangslage auch im Januar nichts geändert hatte, starteten wir das Experiment „Online- Chorprobe“. Das stellte uns vor neue Herausforderungen, da nur jeder für sich zu Hause alleine singen konnte, ohne die anderen zu hören. Trotzdem waren alle wieder mit an Bord. Als neues Projekt studierten wir „Let there be light“ ein. Der Text stammt aus der Genesis (Es werde Licht), die Musik von Tjark Baumann, ein Komponist, der der Gruppe durch die Missa for You(th) vertraut war.

Nach insgesamt 4 gemeinsamen Proben und einem Einzelvorsingen per Videokonferenz ging es dann im März wieder ins Studio, um die einzelnen Sänger*Innen aufzunehmen. Musikalisch wurden wir unterstützt von Gregor Schwarz an den Tasten, Ashraf Elbeblawy  am Schlagzeug und Markus Theil an der Gitarre, übrigens alles in den jeweiligen Homestudios aufgenommen.

Dieses Projekt findet jetzt mit der Veröffentlichung seinen Abschluss. Die erste Lesung der Osternacht ist die Erzählung von der Entstehung der Erde. „Es werde Licht- Let there be light“

Danach sehnen wir uns gerade in diesen Zeiten.

Susanne Kampel