Der Nikolaus war da ...

Die Adventszeit ist für Groß und Klein eine Zeit der Geheimnisse - dazu gehört auch die Erinnerung an den heiligen Nikolaus. Davon war am zweiten Adventssonntag gleich an mehreren Ecken des Pastoralverbundes zu spüren. Für die Kinder in Detmold und Lemgo verteilte der lebendig dargestellte „Bote Gottes“ in Anlehnung an die Legende des goldenen Apfels einen roten Apfel nebst süßem Goldstück.
Dabei zauberte er so manches Lächeln in die Gesichter der kleinen und auch großen Gotteskinder.
Danke, Bischof Nikolaus!
 

Vom heiligen Nikolaus steht zwar nicht in der Bibel geschrieben, aber dass ihn Gottes Wort zu besonderen Taten bewegt hat, daran erinnern viele Erzählungen. Der heilige Nikolaus lebte vor über 1600 Jahren. Nicht bei uns, sondern weit weg von hier, in der heutigen Türkei. Er war ein frommer und guter Mensch. Er half allen, besonders den Armen und Kranken. Alle hatten ihn gern. Und als in der Hafenstadt Myra der damalige Bischof starb, wurde Nikolaus zu seinem Nachfolger gewählt. Schon damals war er ein Mann voller Geheimnisse. Anscheinend hat er so manches Mal im Verborgenen gewirkt.
Ob der Lieblingsbaum des heiligen Nikolaus wohl ein Apfelbaum gewesen ist? Immerhin findet man Bilder, die den Nikolaus mit Äpfeln zeigen. Äpfel zum Nikolausfest zu bekommen und verschenken ist ein alter Brauch und das könnte an diesen beiden Erzählungen liegen:

In der Bischofsstadt Myra soll ein armer Bauer gelebt haben. Er wollte seine Töchter an reiche Herren verkaufen, um so seine Familie vor dem Hungertod zu retten. Nikolaus hörte davon. Er brachte heimlich einen kostbar verzierten Apfel aus Gold, den er selbst als Geschenk erhalten hatte, in das Haus des Bauern. In einer anderen Legende heißt es, dass Nikolaus jeder Tochter in der Nacht einen Goldklumpen in den Stiefel gesteckt hat. Die Schuhe standen vor der Tür. Von da an brauchte diese Familie keine Not mehr zu leiden.

Nikolaus hat ein offenes Herz gehabt und gespürt, wer seine Hilfe brauchte. Er war wohl immer ein besonderer Freund der Kinder, deshalb ist er ihr besonderer Schutzpatron. Heute noch denken wir an ihn und nach seinem Vorbild gibt es Menschen, die anderen eine Freude machen.