Nahrung für Insekten

Augenweide und Ohrenschmaus für Betrachter*innen – danke allen, die diese bunte Vielfalt ermöglicht haben

Immer wieder bleiben Menschen stehen, lauschen dem Summen der Hummeln und Wildbienen, schauen den Schmetterlingen zu und freuen sich an der bunten Pracht, die sich wöchentlich verändert. Es war eine gute Entscheidung, die freie Fläche, die sich nach der Einrichtung des barrierefreien Zugangs bot, eben nicht mit Rasen einzusäen, sondern als Wildblumenwiese zu gestalten.

Umfangreiche und nicht gerade preiswerte Vorarbeiten durch eine Firma waren im zeitigen Frühjahr notwendig, denn der Boden musste durch Sand und teilweise Schotter abgemagert werden.

Die Menschen aus St. Stephanus sind sehr dankbar, dass der Kirchenvorstand das Vorhaben genehmigte und die Stiftung Heilig Kreuz die Hälfte der Kosten übernahm. Der Stiftung Heilig Kreuz, die sich 2009 gründete, um die vielen Aufgaben, die seitens der Gemeinde nicht mehr aus dem allgemeinen Haushalt zu finanzieren sind, zu unterstützen, ist auch der Erhalt und die Weiterentwicklung von Treffpunkten und Räumen der Gemeinde wichtig. St. Stephanus hat mit dieser Gestaltung deutlich gewonnen, und zunehmend entwickelt sich der Platz vor der Kirche zum Treffen und Miteinander-ins-Gespräch-kommen.

Ein ganz besonderer Dank gilt Hans Dieter Wiesemann, Landschaftsarchitekt und Nabu-Fachmann. Er hat nicht nur beraten und mit seiner Begeisterung angesteckt, sondern viele Stunden geplant, gezeichnet, Stauden und die beiden Bäume besorgt und mit gepflanzt, die die Architektenwerkstatt Stellwerk und die evangelischen Hiddeser Gemeinden gestiftet haben. Er hat den vom Kreis Lippe gesponserten Samen gesät, immer wieder nach dem Rechten geschaut, die Befestigung zur Straße und dem Parkplatz hin gestaltet. Er konnte auch Skeptiker überzeugen, dass die Gestaltung eben nicht mehr, sondern weniger Arbeit macht als der übliche Rasen. Alle Arbeiten hat er ehrenamtlich geleistet.

Nun blüht und spießt es trotz des trockenen Frühjahrs und der späten Aussaat, auch dank der anfangs regelmäßigen Bewässerung, die Ehrenamtliche aus der Gemeinde leisteten. Es ist eine Freude, dem Wachsen zuzuschauen und wöchentlich neue Blüten zu entdecken.

Nicht immer wird es so bunt aussehen, denn ausgeblühte Pflanzen bleiben stehen bis zum frühen Frühjahr, damit die Insekten dort überwintern können. Und die Pracht der einjährigen Pflanzen wird im nächsten Jahr geringer ausfallen. Stattdessen werden sich im nächsten Jahr und in den folgenden die mehrjährigen Wildblumen ausbreiten, die teilweise auch erst den Winter zum Keimen brauchen. Aber genau das wird die Wildbienen freuen.  

Wir freuen uns, dass wir mit dieser naturnahen Gestaltung nachhaltig den Insekten Nahrung und allen Besuchern eine Augenweide anbieten und einen kleinen Betrag zur biologischen Vielfalt und zur Bewahrung der Schöpfung leisten.

­­­­Eine Summe von ca. 400 Euro bleibt noch von St. Stephanus zu finanzieren für die Rosen- und andere Stauden, die in den Flächen am barrierefreien Zugang gepflanzt wurden, für den dafür nötigen Dünger, den Regner, die Befestigung… Wer dies noch finanziell mit unterstützen kann und möchte, gern auch gegen Spendenquittung, ist herzlich eingeladen, einen Beitrag auf das Konto zu überweisen:

Hl. Kreuz

Iban: DE84 4726 0121 0025 6102 04

Stichwort: Nachhaltige Bepflanzung St. Stephanus