"Rom mal anders“ hat es möglich gemacht, die wunderschöne Stadt Roma-Amor am Tiber (neu) kennenzulernen". Franz Streyl organisierte die Reise vom 20.-27. April 2026 und suchte ein ruhiges und einfaches Gästehaus für die 34 neugierigen Pilger aus. Für das leibliche Wohl sorgten die Schwestern der Ordensgemeinschaft „Kleine Dienerinnen von Christkönig“. Zum Einstieg eines jeden neuen Tages reichte Gitte Streyl aber auch geistliche Nahrung. Kurze Texte regten zum Nachdenken oder auch zum Schmunzeln an. So zitierte sie Papst Franziskus, der unter „Fitnessstudios“ keine bloße sportliche Betätigung für den Körper versteht, sondern auch für den Glauben. Wie Morgengymnastik den notwendigen Energieschub für den Tag bedeutet, so können geistliche Impulse zum Kraftspender und Mutmacher für den Glauben werden. Sich nicht von Schwierigkeiten lähmen lassen, sondern sich in Bewegung setzen regt er an.
Dazu ein Text zum Schmunzeln von Martin Gutl (Priester und Dichter), der sich in gedichteter Sprache, Gott zu nähern suchte und auf diese Weise auch mit ihm haderte.
Eines Tages hatten die Heiligen in der Kirche das Stehen satt.
Petrus stieg vom Kreuz herab,
Barbara sprang um den Turm herum,
Katharina schob das Rad vor sich her,
Sebastian spielte mit den Pfeilen Mikado.
Märtyrer führten einen Schwerttanz vor,
und die Engel, die sonst krampfhaft die Trompeten hielten, klatschten Beifall.
Es löste sich der Kalk von der Mauer,
die Fenster sprangen auf
und die große Rosette begann zu kreisen.
Nur die Dämonen spielten nicht mit
und hielten todernst ihre Stellung.
Bei strahlendem Sonnenschein führte der engagierte Stadtführer Dr. Ugo Martorelli durch seine Heimatstadt auf den sieben Hügeln: Prachtbauten der Antike, weltberühmte Sehenswürdigkeiten aus verschiedenen Epochen, die Katakomben und die zahlreichen Kirchen Roms. Am Sonntag versammelten sich die Gläubigen zum Angelus-Gebet auf dem Petersplatz vor der überwältigenden Petersbasilika. Vom Fenster des Apostolischen Palastes begrüßte Papst Leo die Pilger. In der an das Gebet anschließenden Ansprache gedachte er des Atomunfalls von Tschernobyl vor 40 Jahren und mahnte zur Verantwortung im Umgang mit Technologien.
Auf den wunderschönen Plätzen, mit ihren künstlerisch gestalteten Brunnen, konnte bei strahlendem Sonnenschein aber auch das „Dolce Vita“ gespürt und genossen werden. Mit einem „Espresso doppio“ an der Bar oder einem „Gelato alla Fragola“ auf der Hand wurden zwischendurch die Lebensgeister wiedergeweckt. Erfüllt von bewegenden Eindrücken und freundschaftlichen Begegnungen kehrte die Gruppe mit einem anderen Blick auf ihr Lipperland zurück.




















