Am 12. März 2026 stellt die Universität Paderborn eine unabhängige kirchenhistorische Studie zum Umgang mit sexualisierter Gewalt im Erzbistum Paderborn vor, dazu wurde eine Pressemeldung veröffentlich. Hier im Pastoralverbund und seitens des Erzbistums gibt es begleitende Informations- und Austauschformate.
Inhalt der Studie
Die Untersuchung wurde vollständig unabhängig erarbeitet. Verantwortlich sind Prof. Dr. Nicole Priesching und Dr. Christine Hartig, die seit 2019 daran arbeiten. Im Mittelpunkt stehen die Amtszeiten der Erzbischöfe Lorenz Jaeger und Johannes Joachim Degenhardt von 1941–2002; ein Zeitraum, in dem viele der bekannten Fälle verortet sind.
Info und Gespräch im Pastoralverbund im Vorfeld
An folgenden Tagen gibt es kurze Informationen und Gesprächsmöglichkeiten zu den Präventionsmaßnahmen und anderen Initiativen unseres Pastoralverbundes und des Paderborner Erzbistums im Zusammenhang des Missbrauchsgeschehens je im Anschluss nach den Heiligen Messen:
- Samstag, 7. März:
18 Uhr Heilig Kreuz, Detmold - Sonntag, 8. März:
9.30 Uhr Heilig Geist, Bösingfeld
11 Uhr Maria Königin des Friedens, Augustdorf
11 Uhr Heilig Geist, Lemgo
11 Uhr Heilig Kreuz, Detmold
Reaktionen und geplante Schritte des Erzbistums
Für die Zeit nach der Veröffentlichung sind mehrere Formate vorgesehen:
- 13. März 2026, 11:30 Uhr: Pressekonferenz des Erzbistums gemeinsam mit der Unabhängigen Betroffenenvertretung
- 13. März 2026: Austausch des Erzbischofs mit betroffenen Menschen beim Jahrestreffen
- Regionale Dialogveranstaltungen, offen für alle Interessierten:
- Dortmund: 15. März, 18:00 Uhr (Kongresszentrum, Goldsaal)
- Schmallenberg: 16. März, 19:00 Uhr (Stadthalle, Großer Saal)
- Rheda-Wiedenbrück: 17. März, 19:00 Uhr (A2 Forum, Kleiner Festsaal)
Weitere Informations- und Gesprächsangebote des Bistums sollen folgen.
Zweites Teilprojekt (2003–2022)
Bereits 2023 wurde ein ergänzendes Forschungsprojekt zur Amtszeit von Erzbischof em. Hans-Josef Becker (2003–2022) begonnen. Die Veröffentlichung der Ergebnisse wird 2027 erwartet.
Unterstützung für Betroffene
Die Auseinandersetzung mit dem Thema kann belastend sein, besonders für Menschen mit eigenen Erfahrungen. Auf den Themenseiten des Erzbistums finden sich gebündelte Hilfen und Kontaktwege, darunter:
An wen kann ich mich wenden?
An das Team Intervention, die Unabhängigen Ansprechpersonen, die Betroffenenvertretung Paderborn sowie die Betroffenenseelsorge, erreichbar über die Kontaktseite des Erzbistums hier.
Welche Unterstützung gibt es kirchlich und extern, etwa bei der Suche nach Therapieplätzen?
Informationen zu Beratungs- und Hilfsangeboten finden sich hier.
Wie geht das Erzbistum mit Meldungen, Verfahren und Verantwortlichkeiten um?
Antworten zum Umgang mit Fällen und Verdachtsfällen finden Sie hier.
Welche Maßnahmen, Projekte und Strukturen gehören zur Aufarbeitung?
Eine Übersicht mit allen Informationen zur Aufarbeitung im Erzbistum Paderborn finden Sie hier.
Präventionsarbeit im Pastoralverbund Lippe-Detmold
Unsere Präventionsfachkraft Eva Thalmann ist gemeinsam mit vielen Engagierten für die Umsetzung der Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen verantwortlich und steht als lokale Ansprechpartnerin zur Verfügung.
- Eva Thalmann, Präventionsfachkraft: 0152 248 348 22
Ansprechpersonen aus dem Seelsorgeteam
- Gemeindereferentin Ursula Kuhfuß, Präventionsbeauftragte: 0172 578 686 5
- Pastoralreferent Niklas Sonderkamp: 0172 274 147 9
















