Welt- und Schöpfungsverantwortung

WELT- UND SCHÖPFUNGSVERANTWORTUNG in unserem Gemeindeleben

Seit Jahrzehnten schaut die Gemeinde St. Stephanus über den eigenen Kirchturm hinaus in die Welt. Die Misereor-Hungertücher und -Gottesdienste sind fester Bestandteil im Jahreskreislauf. Immer wieder weisen Themen in der Fastenzeit, bei Sternsingeraktion, Weltgebetstag, Missio-Sonntag, Erntedank und anderen Gelegenheiten oder auch Plakate oder Plakatausstellungen in der Kirche auf die Weltverantwortung hin, die wir als Christen haben, auch als Anfrage an unseren Lebensstil. Das Bewusstsein für das Einhalten der Menschenrechte und die Verantwortung für die eine gemeinsame Welt wird so wachgehalten und von vielen geteilt. Bei Veranstaltungen wird natürlich nur fair gehandelter Kaffee und Tee ausgeschenkt und so gut wie möglich auf Nachhaltigkeit geachtet.

Der sich 1995 gebildete ökumenische Ruanda-Arbeitskreis hat über mehr als 2 Jahrzehnte die Versöhnungsinitiative des „Detmolder Bekenntnisses“ in Ruanda nach dem Völkermord 1994 aktiv begleitet und 2017 diese Arbeit beendet. Informationen zum „Detmolder Bekenntnis“ siehe >>hier<<.

Seit 2014 existiert die ökumenische Flüchtlingsinitiative Zusammenleben-in-Hiddesen, die sich vor allem der syrischen und irakischen Geflüchteten annahm, über mehr als 5 Jahre wöchentlich ein Café Welcome im Gemeindehaus anbot, aber immer noch Kontakte zu vielen Familien hält und sie weiterhin begleitet. Über ein halbes Jahr bot die Gemeinde drei irakischen Geflüchteten Kirchenasyl.

 

Unsere Wildblumenwiese

Ein kleiner Betrag für Biodiversität und für den Erhalt der Schöpfung ist die naturnahe Gestaltung des Geländes vor der Kirche im letzten Jahr. Im April war der Boden soweit vorbereitet, dass unter fachkundiger Anleitung des Nabu-Experten Hans Dieter Wiesemann die beiden Säulenvogelbeeren, Salbei-, Lavendel- und Storchenschnabelstauden und Rosen gepflanzt und die Wildblumenwiese eingesät werden konnte, Insekten zur Nahrung und den Menschen zur Freude.  
Trotz des trockenen Frühjahrs blühten dank der regelmäßigen Bewässerung schon Ende Mai die ersten Blumen. Ab Juni summte und brummte es und Kirchenbesucher und Spaziergänger freuten sich an der bunten Vielfalt. Möglich wurde das alles dank Kirchenvorstand, Stiftung Heilig Kreuz, Ehrenamtlichen der Gemeinde und der fachkundigen Hilfe des Nabu-Experten.

Erst im Februar wurden die ausgeblühten Pflanzen, die den Insekten im Winter Unterschlupf boten, abgeschnitten. Neue Pflanzen werden sprießen, vermutlich weniger einjährige; stattdessen werden sich in diesem Jahr und in den folgenden die mehrjährigen Wildblumen ausbreiten, die teilweise auch erst den Winter zum Keimen brauchen, so hoffen wir. Wir sind gespannt.

Brigitte Grosche | 07.03.2023

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