Dienste

Die Taufe

Die Taufe ist das Zeichen des Anfangs: Die Entscheidung für ein christliches Leben mündet in den Empfang der Taufe. In ihr wird sichtbar gemacht und ausgeprochen: dieser Mensch ist nicht nur Kind seiner Eltern, Mitglied seiner Familie, sondern auch ein Kind Gottes und gehört der Gemeinschaft der Christen an.

Bei Säuglingen oder Kleinkindern treffen die Eltern diese Entscheidung für den Täufling und sie übernehmen mit den Paten die Verantwortung, das Kind zu einem Leben als Christ bzw. Christin zu erziehen. Oder wie es in der Feier der Taufe heißt: diesem Kind zu helfen, Gott und die Menschen lieben zu lernen, so, wie Jesus Christus es vorgelebt hat. Bei Erwachsenen geht der Taufe in der Regel eine Zeit der Vorbereitung voraus, in der Zugänge zum christlichen Glauben gefunden werden.

Die Taufe ist in diesem Sinn wie eine zweite oder neue Geburt, und das Übergießen mit Wasser macht das Neuwerden spürbar und sichtbar. Das Bezeichnen des Täuflings mit dem Kreuz, das Anziehen des neuen Kleides, das Entzünden der Kerze sind weitere Zeichenhandlungen, des Neubeginns.

Gertrud Zimmer

Tauftermine:
- jeder erste Sonntag im Monat in Heilig Kreuz um 12 Uhr
- jeder dritte Samstag im Monat in St. Marien um 15 Uhr in den Bezirken nach Vereinbarung

Die Trauung

„Ich nehme dich an als meinen Mann / meine Frau in guten und in schweren Tagen, in Gesundheit und in Krankheit. Ich will dich lieben, achten und ehren, solange ich lebe.“

In einem katholischen Trauungsgottesdienst sind dies die Worte, mit denen sich zwei Menschen die Ehe versprechen. Die Liebe in dieser Ehe ist bedingungslos: Egal ob es sich um gute oder schwere Zeiten handelt, die Eheleute versprechen, sich treu zu sein, aufeinander zu achten, einander zu lieben bis zum Ende ihres Lebens.

Weil sich in einem Paar, das sich bedingungslos annimmt und liebt, Gottes bedingungslose Liebe zu den Menschen widerspiegelt, ist die Ehe in der katholischen Kirche ein Sakrament. Auch Jesu dauerhafte Beziehung zu seiner Kirche wird durch die Eheleute widergespiegelt. Das Paar spendet sich dieses Sakrament gegenseitig, nicht der Priester oder der Diakon, der den Trauungsgottesdienst feiert.

Das Paar darf darauf vertrauen, dass seine Gemeinschaft unter Gottes Schutz und Segen steht. Im Trauungssegen, den der Priester am Ende der Trauung über die Eheleute spricht, heißt es: „So bitten wir dich, menschenfreundlicher Gott, schau gütig auf N. und N., die vor dir knien (stehen) und deinen Segen erhoffen. Dein Heiliger Geist schenke ihnen Einheit und heilige den Bund ihres Lebens. Er bewahre ihre Liebe in aller Bedrohung; er lasse sie wachsen und reifen und einander fördern in allem Guten.“

Die Beerdigung

Trauernde brauchen menschliche Nähe. Doch das ist schwer in Zeiten der Corona-Pandemie.

Wer in Trauer ist, braucht vor allem eins: menschliche Nähe. Von geliebten Menschen umarmt werden, die Hand gereicht bekommen, zusammen am Tisch sitzen und weinen oder über das Leben des oder der Verstorbenen reden – all das, was einem trauernden Menschen normalerweise Trost und Beistand geben kann, ist in Zeiten der Corona-Pandemie oftmals nicht umzusetzen. Denn auch in der Trauer heißt es: Abstand halten. Kontakt ist nur mit dem engsten Familienkreis erlaubt. 
Die ohnehin schwierige Situation, wenn ein nahe stehender Mensch verstirbt, wird dadurch nicht gerade leichter. Im Gegenteil. Trauer und Abschiednehmen sind so oder so schwer, für einige Leute ist es aber natürlich zusätzlich traurig, wenn viele Menschen, die sie gerne zur Beerdigung oder zum anschließenden gemeinsamen Kaffeetrinken eingeladen hätten, nicht kommen dürfen. Diese sichtbare Unterstützung in der Trauer fehlt sehr. Denn solange das Versammlungsverbot gilt, dürften Beerdigungen nur im Beisein des kleinsten Familienkreises stattfinden, bis zu 20 Personen sind erlaubt. Und auch die sollen Abstand zueinander halten.